Im Physical Inventory Journal vergleichen Sie die im Lager gezählte Menge mit der von Business Central berechneten Menge und buchen die Differenz.
Das Physical Inventory Journal begleitet eine Bestandsaufnahme. Zuerst schreibt Business Central seine eigenen Mengen in das Buchungsblatt, danach erfassen Sie die tatsächlich gezählte Menge, und das System ermittelt die Differenz. Beim Buchen entstehen Zugangs- oder Abgangskorrekturen, damit der Buchbestand dem Lagerbestand entspricht.
Öffnen Sie es mit Alt+Q und der Suche nach Physical Inventory Journals. Die Funktion zur Bestandsberechnung füllt die Zeilen mit der berechneten Menge für die gewählten Artikel, Lagerorte und Lagerplätze; die gezählte Menge tragen Sie anschliessend in der dafür vorgesehenen Spalte ein und buchen. Lagerorte mit gesteuerter Einlagerung und Kommissionierung zählen Sie im Lager-Inventurbuchungsblatt: Dessen Buchung korrigiert zunächst nur die Lagerplatzbestände, in die Artikelposten gelangt die Differenz erst, wenn Sie im Artikelbuchungsblatt die Funktion Calculate Whse. Adjustment ausführen und die entstandenen Zeilen buchen.
Am 31. Dezember 2026 starten Sie die Bestandsberechnung für den Lagerort BLUE. Das Buchungsblatt weist 240 Stück des Artikels BRG-1000 als berechnet aus. Das Team zählt 232 Stück, Sie erfassen 232, und die Buchung erzeugt eine Abgangskorrektur über 8 Stück. Bei einem Einstandspreis von CHF 12.40 sinkt der Lagerwert in derselben Buchung um CHF 99.20.
Am schädlichsten ist es, zwischen Bestandsberechnung und Erfassung der Zählung Warenein- oder -ausgänge zu buchen, weil die Differenz dann Bewegungen enthält, die keine echte Abweichung sind. Ebenso problematisch: die gezählte Menge auf Zeilen stehen zu lassen, die niemand geprüft hat, denn die Nulldifferenz lässt einen ungezählten Lagerplatz als kontrolliert erscheinen. Wer Artikel mit Bestand null auslässt, übersieht schliesslich den Fall, dass Ware physisch vorhanden, im System aber nicht erfasst ist.
Rollierende Zählungen sind besser beherrschbar als eine grosse Jahresinventur: Hinterlegen Sie Zählperioden auf den Artikeln, damit das Buchungsblatt die richtigen Artikel zum richtigen Zeitpunkt vorschlägt, und lassen Sie eine geplante Aufgabe die Zeilen vorbereiten. Führen Sie nach grossen Abweichungen die Einstandspreisregulierung aus und prüfen Sie die Lagerbewertung vor dem Periodenabschluss.
Die Berechnung nimmt die Menge zum angegebenen Buchungsdatum und gemäss den gesetzten Filtern. Ein anderes Datum, ein anderer Lagerort- oder Lagerplatzfilter oder Buchungen nach der Berechnung ergeben eine andere Zahl.
Ja. Setzen Sie bei der Bestandsberechnung Filter auf Artikel, Artikelkategorie, Lagerort oder Lagerplatz, damit das Buchungsblatt nur die zu zählenden Zeilen enthält.
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