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Compliance im Blick

E-Rechnung und Business Central: der Wendepunkt 2026

Zuletzt aktualisiert im August 2026. Wird zu jedem Meilenstein der Reform nachgeführt.

Am 1. September 2026 legt Frankreich den Schalter um: Jedes mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen muss elektronische Rechnungen über eine zugelassene Plattform empfangen können. Wer mit Business Central arbeitet, steht vor zwei praktischen Fragen: Was deckt das ERP bereits ab, und was bleibt beim Kreditorenteam? Diese Seite fasst den französischen Zeitplan, die Rolle von Business Central und die Lücken der Reform zusammen.

Die französische Reform im Überblick

Die Reform ersetzt den freien Austausch von PDF-Rechnungen durch strukturierte Flüsse zwischen zugelassenen Plattformen. Der Zeitplan steht fest:

  • 1. September 2026: Alle mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen in Frankreich müssen elektronische Rechnungen empfangen können. Grosse Unternehmen und mittelgrosse Unternehmen (ETI) müssen sie zusätzlich ausstellen.
  • 1. September 2027: Die Ausstellungspflicht wird auf KMU und Kleinstunternehmen ausgeweitet.
  • Der Ablauf: Der Austausch läuft über zugelassene Plattformen (PDP, plateformes de dématérialisation partenaires), in strukturierten Formaten nach EN 16931 wie Factur-X, UBL und CII. Ab September 2026 gelten zudem vier neue Pflichtangaben auf der Rechnung, darunter die Kategorie des Geschäftsvorfalls und die Lieferadresse, wenn sie von der Rechnungsadresse abweicht.

Hat Ihre Gruppe eine französische Gesellschaft, ist die Anbindung an eine PDP keine Option mehr. Falls die Wahl noch offen ist, sprechen Sie jetzt mit Ihrem Treuhänder oder Ihrem Business-Central-Partner: Vertrag und Tests brauchen Vorlauf.

Was Business Central mitbringt

Microsoft liefert in Business Central ein E-Documents-Framework: Das ERP kann strukturierte elektronische Dokumente empfangen und versenden, ergänzt durch Lokalisierungs-Apps pro Land und Partner-Konnektoren, einschliesslich PDP-Anbindung über ISV-Konnektoren. Die Einrichtung erfolgt länderspezifisch und in der Regel über Ihren Partner.

Eine Nuance gehört klar benannt: Das Framework ist die Infrastruktur. Die Compliance-Anbindung selbst kommt von einer zugelassenen Plattform, nicht von Business Central allein.

Über Frankreich hinaus: Deutschland und die EU-Welle

Frankreich ist kein Einzelfall. In Deutschland ist der Empfang elektronischer B2B-Rechnungen seit Januar 2025 Pflicht, die Ausstellungspflicht folgt gestaffelt 2027 und 2028. Auf EU-Ebene weitet das ViDA-Paket das digitale Reporting in den kommenden Jahren weiter aus. Land für Land wird die E-Rechnung zum europäischen Standard.

Zum Vertiefen: unser Frankreich-Leitfaden 2026 (facture électronique), der deutsche E-Rechnung-Leitfaden, Peppol in Business Central und der Leitfaden zum E-Documents-Modul.

Wo Zentriq ansetzt (und wo nicht)

Zentriq ist keine PDP und kein Compliance-Konnektor und ersetzt auch keines von beiden. Die Pflicht deckt strukturierte Inlandsflüsse ab: Rechnungen zwischen französischen Unternehmen über zugelassene Plattformen. Viele Dokumente bleiben ausserhalb dieses Rahmens: Rechnungen ausländischer Lieferanten, PDFs und Belege, Dokumente aus nicht französischen Gesellschaften der Gruppe.

Für alles, was weiterhin als PDF oder Bild eintrifft, liest die KI-Belegerfassung die Rechnung und legt den Datensatz in Business Central an. Und für alles nach dem Empfang, strukturiert oder nicht, prüft der Rechnungsabgleich jede Rechnung gegen Bestellungen und Wareneingänge, markiert Prüffälle und lässt Sie Ihre Kreditorenbuchhaltung in Alltagssprache befragen. Die Reform automatisiert die Erfassung der Inlandsflüsse; Zentriq übernimmt den Rest des Ablaufs darum herum.

Häufige Fragen

Brauche ich eine PDP für meine französische Gesellschaft?

Ja. Ab dem 1. September 2026 muss jedes mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen in Frankreich elektronische Rechnungen über eine zugelassene Plattform (PDP) empfangen können. Die Ausstellungspflicht folgt dem Stufenplan: grosse Unternehmen und ETI 2026, KMU und Kleinstunternehmen 2027. Ihr Treuhänder oder Ihr Business-Central-Partner kann Ihnen zugelassene Plattformen nennen.

Deckt Business Central die französische E-Rechnung nativ ab?

Business Central bringt ein E-Documents-Framework für den Empfang und Versand strukturierter Dokumente mit, ergänzt durch Lokalisierungs-Apps und ISV-Konnektoren zu den PDP. Die Zulassung liegt bei der Plattform, nicht bei Business Central: Die Einrichtung läuft daher über Ihren Partner und die Wahl einer Plattform.

Ist Zentriq eine PDP?

Nein. Zentriq ist keine PDP und kein Compliance-Konnektor. Zentriq übernimmt, was um die Pflicht herum liegt: KI-Erfassung für Dokumente, die PDF bleiben, Abgleich der Rechnungen mit Bestellungen und Wareneingängen, Prüfung und Auswertungen in Alltagssprache.

Was ändert sich im September 2027?

Ab dem 1. September 2027 gilt die Ausstellungspflicht auch für KMU und Kleinstunternehmen. Ab dann empfängt und versendet jedes französische Unternehmen seine Rechnungen elektronisch über zugelassene Plattformen.

Compliance ist nur ein Teil des Ganzen: Den vollständigen Ablauf zeigt unser Leitfaden zur Kreditorenautomatisierung in Dynamics 365 Business Central.

Bereit für die Dokumente, die die Pflicht nicht abdeckt?

Zentriq Document Capture liest Rechnungen und Belege, die weiterhin als PDF eintreffen, und macht daraus Datensätze in Business Central.

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