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Compliance-Leitfaden

Peppol und Business Central: Einrichtung und Länderfahrplan

Zuletzt aktualisiert im August 2026. Wird laufend an neue Vorschriften und Funktionen angepasst.

Peppol ist das Interoperabilitätsnetzwerk für den Austausch elektronischer Rechnungen und anderer strukturierter Dokumente über zertifizierte Access Points (4-Corner-Modell). Business Central unterstützt das Format PEPPOL BIS 3.0 nativ über das E-Documents-Framework und verbindet sich mit dem Netzwerk über Access-Point-Anbieter wie Avalara, B2BRouter, Continia, Logiq, Pagero und SignUp, mit nativen AppSource-Konnektoren ab Business Central 26.1. Da die belgische B2B-Pflicht seit Januar 2026 gilt und weitere Länder folgen, betrifft Peppol bald die meisten Business-Central-Unternehmen in Europa.

Was Peppol ist und wie sich Business Central verbindet

Peppol ist keine Software, die Sie installieren, sondern ein Netzwerk. Dokumente laufen zwischen zertifizierten Access Points, und Business Central dockt an einen davon an. Die Bausteine:

  • Das 4-Corner-Modell: Der Absender übergibt die Rechnung seinem Access Point, der sie über das Peppol-Netzwerk an den Access Point des Empfängers weiterleitet. Keine Seite muss die Software der anderen kennen.
  • Natives Format: Business Central beherrscht PEPPOL BIS 3.0 ab Werk über das E-Documents-Framework, das Versand, Empfang und Verarbeitung strukturierter Dokumente abdeckt.
  • Access-Point-Anbieter: Business Central verbindet sich über einen Dienstleister mit dem Netzwerk. Avalara, B2BRouter, Continia, Logiq, Pagero und SignUp bieten Konnektoren an, nativ über AppSource ab Business Central 26.1.
  • Einrichtung in der Praxis: Anbieter wählen, Konnektor installieren, die Kennungen Ihres Unternehmens im Netzwerk registrieren und die Belegflüsse in E-Documents einrichten. Die Details unterscheiden sich je nach Anbieter und Land, planen Sie die Einführung deshalb mit Ihrem Business-Central-Partner.

Länderfahrplan: wo Peppol zur Pflicht wird

Die Peppol-Einführung läuft Land für Land, und das Tempo zieht an. Die wichtigsten Punkte Mitte 2026, wobei weitere Länder eigene Vorgaben einführen: Prüfen Sie die Regeln jedes Landes, in dem Sie fakturieren.

  • Belgien, seit 2026 in Kraft: Strukturierte B2B-E-Rechnungen sind seit dem 1. Januar 2026 Pflicht, mit Peppol BIS als bevorzugter Umsetzung. Seit dem 1. April 2026 gilt ein gestaffeltes Bussgeldregime (1'500, 3'000 und 5'000 EUR), und für Januar 2028 ist Echtzeit-Reporting über das Peppol-5-Corner-Modell geplant.
  • Deutschland, 2027 und 2028: Peppol BIS zählt zu den akzeptierten Formaten nach EN 16931, und die Pflicht zum Versand strukturierter Rechnungen greift stufenweise 2027 und 2028.
  • Frankreich, ein anderer Weg: Die französische Reform läuft über zugelassene PDP-Plattformen nach EN 16931 statt direkt über das öffentliche Peppol-Netzwerk, mit Empfangspflicht ab September 2026.

Wo Zentriq passt (und wo nicht)

Peppol deckt den strukturierten Austausch zwischen registrierten Endpunkten ab, und Zentriq ist weder Access Point noch Compliance-Konnektor. Viele Dokumente laufen nie über das Netzwerk: PDFs ausländischer Lieferanten, Belege, Scans. Für diese liest die KI-Dokumentenerfassung die Datei ohne Vorlagen und erstellt einen Entwurf in Business Central, den ein Mensch prüft, bevor irgendetwas gebucht wird. Für die Business-Central-Seite des strukturierten Flusses zeigt der Leitfaden zum E-Documents-Modul die Einrichtung Schritt für Schritt.

Häufige Fragen

Unterstützt Business Central Peppol nativ?

Ja. Business Central unterstützt das Format PEPPOL BIS 3.0 nativ über das E-Documents-Framework. Für den Austausch im Netzwerk brauchen Sie dennoch einen Access-Point-Anbieter; native AppSource-Konnektoren gibt es ab Business Central 26.1.

Welche Peppol-Access-Point-Anbieter arbeiten mit Business Central?

Avalara, B2BRouter, Continia, Logiq, Pagero und SignUp bieten Access-Point-Konnektoren für Business Central an, ab Version 26.1 nativ über AppSource. Welcher Anbieter passt, hängt von Ihren Ländern, Ihrem Belegvolumen und Ihren bestehenden Verträgen ab: Vergleichen Sie die Angebote mit Ihrem Business-Central-Partner.

Ist Peppol in Belgien Pflicht?

Strukturierte B2B-E-Rechnungen sind in Belgien seit dem 1. Januar 2026 Pflicht, mit Peppol BIS als bevorzugter Umsetzung. Seit dem 1. April 2026 gilt ein gestaffeltes Bussgeldregime von 1'500, 3'000 und 5'000 EUR, und für Januar 2028 plant Belgien Echtzeit-Reporting über das Peppol-5-Corner-Modell.

Ist Zentriq ein Peppol Access Point?

Nein. Zentriq ist weder Access Point noch PDP noch Compliance-Konnektor. Zentriq übernimmt die Dokumente ausserhalb des strukturierten Flusses: KI-Erfassung ohne Vorlagen, die PDFs und Scans in Entwürfe in Business Central verwandelt, stets mit menschlicher Freigabe und nie automatisch gebucht.

Für das regulatorische Gesamtbild starten Sie mit unserer Übersicht zur elektronischen Rechnungsstellung, und wenn Sie in Deutschland fakturieren, behandelt der E-Rechnung-Leitfaden für Deutschland die Versandstufen 2027 und 2028.

Bereit für die Dokumente, die Peppol nicht transportiert?

Zentriq Document Capture liest Rechnungen und Belege, die weiterhin als PDF eintreffen, und macht daraus Entwürfe in Business Central, freigegeben durch Sie.

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