Eine Artikelvariante ist eine Ausprägung eines bestehenden Artikels, etwa Farbe oder Grösse, die dessen Nummer teilt, deren Bestand aber getrennt geführt wird.
Eine Artikelvariante ist ein Code am Artikel, der Ausprägungen desselben Produkts unterscheidet, ohne eine neue Artikelnummer anzulegen. Farbe, Grösse und Ausführung sind die typischen Fälle. Mengen, Artikelposten und Lagerhaltungsdaten werden je Variante geführt, der Bestand von Artikel 1928-S in Schwarz ist also getrennt vom Bestand in Grau, während Masseinheit und Buchungsgruppen vom Artikel selbst stammen. Die Variante führt dagegen eine eigene Beschreibung, die Business Central beim Erfassen des Variantencodes in die Belegzeile übernimmt.
Suchen Sie mit Alt+Q nach Items, öffnen Sie die Artikelkarte und verwenden Sie die Aktion, welche die Varianten dieses Artikels anzeigt. Ein Variantendatensatz besteht im Kern aus Code und Beschreibung. Danach lässt sich das Feld Variantencode auf Verkaufs- und Einkaufszeilen, in Artikeljournalzeilen, auf Umlagerungsaufträgen und in Lagerhaltungsdaten füllen, und es erscheint als Spalte auf den Artikelposten.
Artikel 1928-S ist ein Bürostuhl in zwei Farben, Sie legen daher die Varianten BLACK und GREY an. Eine Bestellzeile über 20 Stück 1928-S mit Variante BLACK, zugebucht am Lagerort BLUE am 03.03.2026, erzeugt einen Artikelposten nur für die schwarze Variante. Ein Kunde, der am 12.03.2026 GREY bestellt, greift nicht auf diesen Bestand zu, während eine Bestandszahl zu 1928-S ohne Variantenfilter weiterhin 20 zeigt, weil sie beide Varianten umfasst.
Der häufigste Fehler ist ein leerer Variantencode auf einer Belegzeile: Die Buchung geht durch, die Menge landet unter einer leeren Variante und passt nie zu den Beständen, die alle betrachten. Danach kommen die Kosten: Varianten teilen sich den Einstandspreis des Artikels und, sofern die Berechnungsart des Durchschnittspreises die Variante nicht einschliesst, auch den Durchschnittswert. Ein Stoffstuhl und eine doppelt so teure Lederausführung sollten deshalb keine Varianten desselben Artikels sein. Eine Variante mit gebuchten Posten lässt sich zudem nicht einfach löschen, klären Sie die Codierung also, bevor Sie Hunderte anlegen.
Halten Sie Variantencodes kurz und über den ganzen Katalog einheitlich, denn sie werden auf Auftragszeilen erfasst und in Auswertungen gruppiert; eine Mischung aus BLACK, BLK und SCHWARZ macht jede Analyse unmöglich. Laden Sie Varianten bei grossem Sortiment über ein Konfigurationspaket statt von Hand, und legen Sie, wenn Sie je Farbe und Lager disponieren, Lagerhaltungsdaten je Artikel, Lagerort und Variante an, damit die Planung auf der Ebene arbeitet, auf der Sie tatsächlich einkaufen.
Die Variante teilt Artikelnummer, Buchungsgruppen und Einstandspreis und trennt nur Bestand und Posten. Eine eigene Beschreibung hat sie hingegen, und Business Central übernimmt diese in die Belegzeile. Legen Sie einen eigenen Artikel an, sobald Preis, Kosten, Masseinheit oder Verbuchung wirklich abweichen.
Ja. Bestehende Posten behalten einen leeren Variantencode. Entscheiden Sie, ob Sie diesen Bestand mit einem Artikel-Umbuchungsjournal auf eine Variante umsetzen oder ihn auslaufen lassen.
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