Eine Stockkeeping Unit ist die lagerort- und optional variantenbezogene Auspraegung einer Artikelkarte mit eigenen Beschaffungs- und Planungsparametern.
Eine Stockkeeping Unit, meist SKU genannt, ist die Auspraegung einer Artikelkarte für eine Kombination aus Artikel, Lagerort und optional Variante. Die Artikelkarte bleibt der gemeinsame Stammsatz für Beschreibung, Masseinheit und Buchungseinrichtung, während die SKU die je Standort abweichenden Werte traegt: Beschaffungsmethode, Wiederbeschaffungsverfahren, Meldebestand und Bestellmenge, Durchlaufzeit sowie Lieferant oder Quelllagerort. Sobald für Artikel und Lagerort eine SKU existiert, arbeitet die Planung mit deren Werten.
Druecken Sie Alt+Q und suchen Sie nach Stockkeeping Units, um die Liste zu oeffnen, oder rufen Sie sie ueber die zugehoerigen Artikelinformationen auf. In der Praxis werden SKU nicht einzeln erfasst: Ein Stapelverarbeitungslauf erzeugt Lagerhaltungsdaten für die gewaehlten Kombinationen aus Artikel, Lagerort und Variante. Jede SKU hat eine eigene Karte mit Beschaffungs- und Planungsfeldern, die denen der Artikelkarte entsprechen.
Artikel 1896-S wird ab MAIN und ab EAST verkauft. Die SKU an MAIN nutzt Beschaffung ueber Einkauf beim Lieferanten Fabrikam mit Meldebestand 20 Stk und Bestellmenge 100 Stk. Die SKU an EAST wird per Umlagerung ab MAIN versorgt, mit 3 Tagen Durchlaufzeit und Meldebestand 5 Stk. Faellt der Bestand an EAST auf 4 Stk, schlaegt die Planung eine Umlagerung ab MAIN vor und keine Einkaufsbestellung.
Die häufigste Falle ist, nach dem Anlegen der SKU nur noch die Artikelkarte zu pflegen: Die Planung liest die SKU, der neue Meldebestand auf dem Artikel bleibt an diesem Lagerort also wirkungslos. Ebenso problematisch ist das Erzeugen von SKU für saemtliche Artikel-Lagerort-Kombinationen, auch für Standorte, die den Artikel nie führen: Das erzeugt Planungsrauschen und verdeckt die echten Ausnahmen. Das Löschen einer SKU, zu der noch offene Planungszeilen gehoeren, oder das Uebersehen von Varianten und damit die falsche Detailstufe führen zu denselben Ueberraschungen.
Behandeln Sie SKU als gepflegte Stammdaten und nicht als einmalige Anlage: Starten Sie den Erstellungslauf nach der Eroeffnung eines neuen Lagerorts erneut und prüfen Sie Meldebestaende mindestens saisonal. Die Artikelverfuegbarkeit nach Lagerort auf der Artikelkarte ist der schnellste Weg, um zu prüfen, ob die gesetzten Parameter zum tatsaechlichen Absatz des Standorts passen.
In der Regel nicht. Bei einem einzigen Lagerort traegt die Artikelkarte alle Planungsparameter. SKU lohnen sich, sobald derselbe Artikel an mehreren Lagerorten oder je Variante unterschiedlich geführt und beschafft wird.
Weil für diesen Artikel und Lagerort eine Stockkeeping Unit existiert. Sobald eine SKU vorhanden ist, verwendet die Planung deren Werte. Ändern Sie den Meldebestand auf der SKU.
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