Ein Wechselkurs ist ein datierter Datensatz, der Business Central angibt, wie ein Fremdwährungsbetrag in die Mandantenwährung umgerechnet wird.
Ein Wechselkurs in Business Central ist ein Datensatz zu einem Währungscode mit Startdatum, Wechselkursbetrag und relationalem Wechselkursbetrag. Beide Beträge zusammen drücken die Umrechnung aus, also wie viele Einheiten der Mandantenwährung einer bestimmten Anzahl Einheiten der Fremdwährung entsprechen. Beim Buchen verwendet das System den jüngsten Kurs, dessen Startdatum am Buchungsdatum oder davor liegt; für die Bewertung zum Periodenende kann ein separater Kurs geführt werden.
Drücken Sie Alt+Q und suchen Sie nach Currencies, um die Währungsliste zu öffnen, und rufen Sie dort die Wechselkurse der gewünschten Währung auf. Die direkte Suche nach Currency Exchange Rates führt zu denselben Daten. Der Code der Mandantenwährung und die allgemeinen Rundungsregeln stehen im General Ledger Setup, während die Konten für realisierte und unrealisierte Kursgewinne und Kursverluste sowie die Rundungsgenauigkeit der Währung auf der Währungskarte hinterlegt sind.
Die Mandantenwährung ist CHF und Sie buchen am 15. März 2026 eine Einkaufsrechnung eines deutschen Lieferanten über EUR 12'000. Mit einem Kurs ab 1. März 2026, bei dem ein Wechselkursbetrag von 1 einem relationalen Betrag von 0.95 entspricht, gelangt die Rechnung mit CHF 11'400 ins Hauptbuch, während der Kreditorenposten offen mit EUR 12'000 stehen bleibt. Erfolgt die Zahlung im April zu 0.97, wird die Differenz von CHF 240 als realisierter Kursgewinn oder Kursverlust erfasst.
Der klassische Fehler ist das Vertauschen der beiden Beträge: Die Umrechnung multipliziert, wo sie dividieren müsste, und die Werte liegen um einen grossen Faktor daneben. Fehlende Kurse sind tückischer: Existiert kein Datensatz für den neuen Monat, wendet Business Central ohne Hinweis weiter den letzten bekannten Kurs an, und die Beträge laufen still auseinander. Ebenfalls überraschend: Das nachträgliche Ändern eines Kurses bewertet gebuchte Belege nicht neu; nur die Kursanpassung bewertet offene Posten um.
Wenn Sie regelmässig in Fremdwährung buchen, laden Sie Kurse nach festem Rhythmus statt erst dann, wenn jemand ihr Fehlen bemerkt, und führen Sie die Kursanpassung vor dem Periodenabschluss aus, damit offene Kreditoren- und Debitorensalden einheitlich bewertet sind. Steht ein externer Kursdienst zur Verfügung, schliesst ein wiederkehrender Hintergrundlauf die Lücken der manuellen Erfassung.
Den jüngsten Wechselkurs, dessen Startdatum am Buchungsdatum oder davor liegt. Der Währungsfaktor wird aus dem Buchungsdatum abgeleitet, nicht aus dem Belegdatum, was bei Einkaufsrechnungen mit abweichenden Daten ins Gewicht fällt. Ein später erfasster Kurs mit früherem Startdatum ändert bereits gebuchte Belege nicht.
Weil offene Fremdwährungsposten ihren ursprünglichen Gegenwert behalten, bis die Kursanpassung ausgeführt wird und die unrealisierte Differenz bucht.
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